Tauber-Franken

Lauda

Die Eisenbahnersiedlungen in Lauda bestehen aus zwei großen Teilen. Einen im Mietskasernenstil, einen mit einer nahezu einheitlichen Bebauung - mit einer wunderschönen Einteilung in privaten, halb-öffentlichen Bereich der Gärten. Lauda war wie z. B. Crailsheim eine Eisenbahnerkleinstadt. Nahezu ein Drittel aller Einwohner hatten einen Bezug zur Eisenbahn, sei es als Lokführer, Heizer, als Mitarbeiter in der Betriebswerkstätte. Aber auch als Beschäftigte bei der Post. Die transportierte Briefe und Pakete mit der Eisenbahn.
 
Die ersten Lokführer gingen mit Zylinder und schwarzen Handschuhen zur Arbeit. Der Legende nach zogen Lokführer in der Lok mit einem Kreidestrich eine Trennlinie zum Heizer, den dieser nicht übertreten durfte. Die neu errichtete Bahnsteigsperre in Lauda wurde vom Stadtrat 1904 kritisiert. Sie diente sowieso mehr der Beschäftigung von Kriegsveteranen.